Hartz IV Studie – 132 Euro reichen zum Leben
Sep 6th, 2008 by Björn
In einer Studie (Soziale Mindestsicherung 2008 – für den Fall, das diese Offline genommen werden sollte, bitte eine Info) errechnet der Chemnitzer Professor Friedrich Thießen, das es ausreicht, wenn ein Hartz IV Empfänger monatlich 132 Euro bekommt. Der jetzige Satz liege eindeutig über dem notwendigen Betrag, welchen man zum Überleben braucht. Thießen zufolge sieht die Aufteilung einer sozialen Mindestsicherung so aus (im Monat!):
68 Euro für Lebensmittel
17 Euro für Kleidung und Schuhe
14 Euro für Körperpflege
23 Euro für Verkehr
1 Euro für Kultur und Freizeit
2 Euro für Kommunikation
7 Euro für Gebrauchsgegenstände
Jeder dieser Punkte ist für sich ein Skandal und verursacht bereits bei mir eine enorme Wut. Schaut man aber hinter die Punkte in der Studie, dann kann man einen solchen Artikel nur mit langen Pausen schreiben. Ich picke mir einmal den Punkt “1 Euro für Kultur und Freizeit” heraus. Dieser wird verbunden in der Studie mit den beiden Punkten “Verkehr” und “Kommunikation”, also stehen hier insgesamt 26 Euro pro Monat zur Verfügung.
In der Studie heisst es dazu:
Der Minimumfall orientiert sich dagegen nicht an üblichen Alltagsvollzügen, als vielmehr daran, ob die Ziele der Sozialhilfe nach Kommunikation und Teilhabe am geselligen Leben auch mit weniger Mitteln erreicht werden können. Hier wurden nicht die Ausgaben der Gesellschaft laut EVS, sondern die Verhaltensweisen einzelner gesellschaftlicher Gruppen herangezogen, die zeigen, dass man auch mit einem Minimum an Geld ein geselliges, gesellschaftsbezogenes Leben führen kann. Der Minimumfall schließt deshalb nur eine Netzkarte mit dem ÖPVN, eine Pauschale für schriftliche Kommunikation, TV und ganzjährigen Zugang zur Stadtbibliothek (d.h. kostenfreien Zugang zu Büchern, Zeitungen, Zeitschriften inkl. kostenlosem Internet) ein.
Um es verständlich zu machen. Mit diesen 26 Euro im Minimumfall darf der Empfänger laut Studie einmal im Monat eine Postdienstleistung in Anspruch nehmen. Radio, Internet, Kinobesuch, Zoobesuch, Theater, Videorekorder, Fahrrad usw. sind ein “no-go”, also nicht möglich.
Diese ausgesprochene Arroganz des Herrn Thießen grenzt fast schon an Volksverhetzung. Eine Antwort, wie in seinen Augen ein gesellschaftliches Leben unter diesen Bedingungen aussehen soll, bleibt er natürlich schuldig. Jeder Mensch definiert sich nun einmal über seine Stellung in einer sozialen Gruppe. Wie ein solcher Hartz IV Empfänger sich definieren soll, ist mir ein absolutes Rätsel. Woher soll er sich sein soziales Leben holen? Wie soll er ein soziales Netzwerk aufbauen unter diesen Umständen? Selbst wenn jemand alles daran setzen wollte, um dieser Situation zu entfliehen, mit einer schriftlichen Bewerbung pro Monat (eine Postdienstleistung pro Monat) sind die Erfolgsaussichten nahezu gegen Null gehend. Und Internet ist ja nun einmal nicht… Wie es jemand im ländlichen Bereich handhaben soll, das bleibt uns auch verschlossen
Dieser Herr Thießen beweist, das ein Titel (Professor) nicht unbedingt gepaart ist mit Intelligenz und sozialer Kompetenz. Gut, ok, das mit der Intelligenz kann ich schwerlich beurteilen, aber ich erlaube mir, diesem Menschen Typen jegliche soziale Wärme und Mitmenschlichkeit abzusprechen.
Wie Hohn klingt dann noch die Einleitung:
…Gleichwohl hat die Berichterstattung über die Studie viele Menschen verletzt. Wir bedauern, wenn sich jemand durch die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie in seiner persönlichen Lebenssituation angesprochen, betroffen und gekränkt fühlt. Dies war in keiner Weise Absicht der Studie…
und weiter
…Wenn Sie die vielen einseitigen und spektakulären Pressemeldungen auch im Internet lesen, dann denken Sie bitte daran, dass diese nicht ohne Absicht zugespitzt, einseitig und/oder verfälschend formuliert sind. Sie als Person werden von den Medien benutzt, damit diese mehr und teurer Werbung verkaufen können. Die Klick-Zahl soll gesteigert werden, und dazu liefert man Ihnen Stichworte, von denen man weiß, dass Sie darauf reagieren. Mit den Ergebnissen der Forschung hat das nichts zu tun…
Jupp, Mister Thießen, alle sind so unterbelichtet (eingeschlossen der Sozialverbände und Gewerkschaften) und haben nicht die geistige Ebene, Ihren menschenverachtenden Artikel zu verstehen. Aber vielleicht haben sie diese Studie genauso verstanden, wie sie ist: rassistisch, menschenverachtend, diskriminierend und gefährlich. Genau solche Typen wie Sie braucht Deutschland, dann haben wir schneller eine soziale Eiszeit, als das wir die rund 30 Seiten Ihrer “Forschung” lesen und verstehen können. Und nein, ich nehm nicht das böse A-Wort in den Mund… Das ich aber nicht allein mit meiner Meinung bin, das beweisen zahlreiche Artikel im Internet. Aber die sind ja laut Ihnen alle nur Klickgeil…
Ich denke, die TU Chemnitz täte gut daran, Sie vor die Tür zu setzen und Ihr Gehalt (aus Steuergeldern finanziert) den Menschen zukommen zu lassen, die es benötigen. Und Sie kriegen auch was ab davon, nämlich 132 Euro pro Monat…
P.S. Wer sich direkt bei diesem Herrn Thießen beschwerden möchte:
Prof. Dr. Friedrich Thießen
Büro: Thüringer Weg 7 / 4. Stock / Zimmer 418
Telefon: (0371) 531-26190
Fax: (0371) 531-834174
Mail: F.Thiessen@wirtschaft.tu-chemnitz.de oder finance@wirtschaft.tu-chemnitz.de
Besucheradresse
TU Chemnitz, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Professur BWL IV – Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
Thüringer Weg 7
D-09126 Chemnitz
Briefadresse
TU Chemnitz, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Professur BWL IV – Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
D-09107 Chemnitz
[...] schön und passt. Ich habe ja hier schon gesagt, was ich von diesem Abschaum Vollpfosten halte, andere drücken sich da vorsichtiger, aber auch gewählter [...]
Nicht überall wo Wissenschaft drauf steht, ist Wissenschaft drin. Die sog. Studie zur sozialen Mindestsicherung, von Prof. Dr. Friedrich Thießen und Dipl.-Kfm. Christian Fischer (beide: Finanzwirtschaft TU-Chemnitz), kann bei eingehender Betrachtung nur als primitiv bewertet werden. Allein von einer studentischen Hausarbeit im 3. Semester würde ein besseres methodisches und darüber hinaus ein weit komplexeres Vorgehen verlangt werden. Die Autoren verdrängen nicht nur, dass z.B. KdU-Anteile vom Regelsatz bezahlt werden müssen, sondern schließen viele weitere Aspekte zum Thema methodisch ganz einfach aus. Das ist gute deutsche Tradition. Vorausgegangene, jahrelange Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, etc. pp., werden überhaupt nicht in Erwägung gezogen.
In der Studie geht es eindeutig nicht um seriöse wissenschaftliche Ergebnisse, sondern um die Verbreitung rechter Ideologie mittels Missbrauch psychologischer Kenntnisse unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit. Damit erweist sich diese Studie nicht nur als methodisch, sondern auch als geistig äußerst begrenzt. Sie liest sich bestenfalls wie ein Bewerbungsschreiben zweier Finanzwirtschaftler, die mit den Anforderungen der universitären Lehre und Forschung überfordert sind und sich mit diesem ideologischen Zeugnis bestimmten wirtschaftspolitischen Sphären anbiedern möchten.
Mit der Publikation dieser Studie haben die Autoren zweifellos den Ruf der TU-Chemnitz nachhaltig beschädigt, und es ist Aufgabe der Universitätsleitung zu prüfen, ob sie sich von derartigen Pamphleten distanziert.
Das von den Autoren dargelegte methodische Vorgehen basiert auf gerade mal 19 Literaturangaben, deren Wissenschaftlichkeit bereits angezweifelt werden kann. Ziel der Studie sei es, eine Geldsumme zu errechnen, mit der eine soziale Mindestsicherung erreicht wird, die einen arbeitslosen Menschen physisch am Leben erhält. Thießen und Fischer unterscheiden in ihrer Studie zwischen »physischer« und »kultureller« Existenz eines Menschen, der Leistungen nach dem SGB erhält.
Allein dieser Gedankenansatz offenbart den primitiven und menschenverachtenden Geist der Autoren. Es erinnert in Ansätzen an die Göbbels-Propaganda, die sich über Stigmatisierung, Abwertung und Ghettoisierung bis hin zur »Endlösung« steigerte. Die Nazi-Verbrechen an Menschen jüdischen Glaubens begannen zweifellos damit, dass eine gesellschaftliche Gruppe mit primitiven Argumenten verleumdet und isoliert worden ist. Im zweiten Schritt wurde propagiert, dass der Staat nicht gewillt sei, diese Gruppe weiterhin im status quo zu akzeptieren. Im dritten Schritt erfolgten die klare Stigmatisierung mittels Judenstern, minimale Zugeständnisse an Eigentum, die Anwendung von Repressalien, staatlicher Gewalt und schließlich gesetzliche Vorschriften, wie mit der »physischen Existenz« dieser Menschen weiterhin zu verfahren sei. »Kulturellen Bedürfnisse« wurden ihnen abgesprochen.
Die Autoren Thießen und Fischer zeigen eine ähnliche Geisteshaltung. Brot, Kartoffeln, Reis und Leitungswasser erscheinen ihnen als Grundverpflegungsration ausreichend. Kosten für Fahrrad, sonstige Fahrtkosten, Internetcafé, Radio, Video, Kino, Polstergarnitur, Schrank, Couchtisch, Vorhang, Staubsauger, Bügeleisen, Gläser etc., sind nach Ansicht der Autoren nicht vorhanden. Dafür wollen sie einem arbeitslosen Menschen ein zweites Besteck gönnen, falls er einmal Besuch bekomme. Ein Bademantel wäre nach Meinung von Thießen und Fischer Luxus. Als Teilnahme am kulturellen Leben empfelen sie Spaziergänge in öffentlichen Parkanlagen. Und selbst auf einen »Zimmerefeu« hat ein Leistungsempfänger zu verzichten. Auch dieses Detail zeigt, dass die Autoren auf äußerst primitive Weise die Nichtgewährung einfachster Bedürfnisse propagieren und völlig desinteressiert an den Folgen ihrer Propaganda sind. Es fehlt der Studie an Selbstreflexion und sozialer Kompetenz. Hier wird einfach nur in übelster Form geschwafelt. – Für Sportkleidung, Körperpflege und Putzlappen werden Minimalbeträge angesetzt. Auch dies scheint eine Ideologie zu sein, wie sie von den Nazis gegenüber den Juden und anderen Minderheiten praktiziert wurde: Die Kulturbedürfnisse von Menschen, die zu Untermenschen deklariert wurden, wird beschränkt auf Bewegungszwang, Körperreinigung und niedere Arbeitsmöglichkeiten. Ihre Kleidung wird reduziert auf Parka, einige Unterhosen und Hemden. – Was bilden sich die Autoren eigentlich ein, wenn sie in ihrer Studie für 3,5 Millionen Menschen festlegen wollen, wie viele Unterhosen ein arbeitsloser Mensch besitzen darf?
Unterm Strich gilt für diese Studie, dass sie primitiv und menschenverachtend ist. Wenn an der TU-Chemnitz gegen solche Tendenzen kein Aufschrei erfolgt und die Autoren nicht in ihre Schranken gewiesen werden, wird sich der Ruf der TU-Chemnitz als rechte Universität bald bundesweit gefestigt haben, und einen solchen Ruf bekommt man erfahrungsgemäß nicht, oder nur sehr schwer wieder los.
Aus Erfahrung wissen wir, dass Autoren, die eine solche Studie verfassen, zeitlebens keinen anderen Argumenten zugänglich sind, als ihren eigenen. Nach jahrelangem Leugnen der sächsischen Staatsregierung, dass es in Sachsen eine rechte Szene gäbe, die Personen aus allen gesellschaftlichen Bereiche impliziere, zogen die Rechten in den Sächsischen Landtag ein, plötzlich, wie die Parlamentarier dann verwundert feststellten. Jemand muss sie ja in den Landtag gewählt haben. Fragt man nach, dann will’s keiner gewesen sein. Ach, wie war das damals nach dem II. Weltkrieg? Und wie war das damals nach der Wende? – Keiner war Täter, keiner hat mitgeholfen, keiner war verantwortlich für die Folgen seines Handelns! Alle schoben höchstens die Entschuldigung vor, komplexere Sachverhalte und Ereignisse nicht erfasst zu haben. Deutschtum eben.
Es sollten nicht die Daten von Herrn Theissen veröffentlicht werden sondern die der Hochschulleitung, damit genug Leute dort hin schreiben, damit der Typ schnellstmöglich entlassen wird!
Wenn man dem nette Briefchen schreibt, lacht der sich doch nur ins Fäustchen.
Na, die reich ich doch glatt nach
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes
Rektorat der TU Chemnitz
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz
Telefon: (03 71) 5 31 10000
Telefax: (03 71) 5 31 10009
E-Mail: rektor@tu-chemnitz.de
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht und noch weniger das übliche Aufschäumen der Gutmenschen, die meinen, “sozial” zu sein heißt, andererleuts Geld zu verteilen. Prof. Theißen hat lediglich vorgerechnet, womit man -worst case- auskommen könnte, ohne daraus eine Handlungsanleitung zu ziehen.
Wir vererben unseren Kindern pro Kopf 18.000 Euro Staatsschulden, DAS ist der eigentliche Skandal!
Der Inhalt dieser ‘Studie’ ist sicherlich weltfremd, aber er zeigt auch, das es einen nicht geringen Teil in der Bevölkerung gibt (wahrscheinlich der, der die Transferleistung mitfinanziert), der sich fragt, warum wir solche Unsummen in ein System stecken, das ja augenscheinlich nicht so funktioniert, wie man es sich erdacht hatte.
Und wie soll es Deiner meinung nach funktionieren? Keine Stütze, Du zahlst keine Steuern und der Sprit kostet auch nur noch die Hälfte? Oder machen wir aus Arbeitslosen Zwangsarbeiter? Sagen wir denen die sich mehr als 100x beworben haben (und das sind fast alle die ich in der Sprechstunde habe) sie sollen sich einen Job suchen und dann ist das Problem behoben?
Fakt ist dass der Arbeitsmarkt nicht genug Stellen hergibt, nicht genug Einstellungstoleranz hergibt (jeder Personaler lernt wie er Menschen auszusortieren hat, warum sollte er jemand nehmen von dem man ihn abrät?) und wenn überhaupt nur Stellen hergibt die schlichtweg derart unterbezahlt sind dass knapp 11 Mio. Menschen Transferleistungen beziehen, davon aber nur knapp 3 Mio. arbeitsuchend oder nicht mehr arbeitsfähig sind?
Hat sich mal jemand die Arbeit gemacht einen Vermittler zu fragen wieviel Hartz4 man zusätzlich bekommt wenn man einen Zeitarbeitsjob annimmt? Das sind nämlich oft nochmal knapp 300,- die der Staat zusteuern muss. Sind also Billigjobs eine Lösung?
In anderen Staaten, aus denen wir angeblich die Reformen übernommen haben gibt es Gesetze die einen Umlauf im Stellenmarkt erzeugen. Freie Stellen MÜSSEN dem Amt gemeldet werden, Arbeitsuchende erhalten Vorrang oder erfahren zeitgleich mit anderen von frei gewordenen Stellen. Davon ist hier nicht übernommen worden. Wir haben den Bereich “Billiglohn” und den Bereich “Druck” übernommen. Aus “Förderung” erfahren die meisten Transferempfänger lediglich einmal im Monat ein oder zwei Jobangebote, meist längst besetzt oder vom Arbeitgeber niemals für Arbeitslose (erstrecht Langzeitarbeitslose) vorgesehen, sondern für Aussteiger aus anderen Betrieben, die nachwievor zuhauf entlassen. Das bekommt man aber nur an der Basis mit, nicht wenn man nur die BILD und das Handelsblatt liest und sein Wissen über die Welt aus Gerüchten bezieht.
Menschen von 351€ im Monat “leben” zu lassen ist eine Schande. Sie nicht bevorzugt oder unterstützt in Arbeit zu bringen eine Schande, und dann noch über sie zu schimpfen, sie als Schmarotzer oder Kostenproblem hinzustellen ist das Allerletzte. Es sind Menschen. Scheinbar fehlt vielen Deutschen sämtliche Empathie für ihre Mitmenschen, sämtliches Mitgefühl. Es wird nur auf den eigenen Geldbeutel geschaut, sich eingebildet bei weniger Transferleistung aus dem Steuertopf bliebe einem selber mehr.
Mal ein Denkanstoss – Die Arbeitslosen fressen das Geld nicht auf oder verbrennen es – sie bringen es in Umlauf und auch sie bezahlen Steuern wie Ihr alle. Aber im Gegensatz zu Neuwagen auf Rate, Plasmabildschirme oder Spielekonsolen bringen die meisten es für die wichtigsten Dinge im Alltag auf, und dann ist das Geld auch schon weg. Von Theater, Kino, Ausgehen, Klamotten kaufen können sie nur träumen. Es mag einige Betrüger und Schmarotzer geben – aber sie sind der kleinste Teil, aber die grössere Sensation, weswegen sie im privatfernsehen häufiger auftauchen, denn die Macher wissen dass Ihr Euch lieber aufregt als Mitgefühl aufbringt. Ständig also die zu zeigen die sich wieder und wieder bewerben und bei der Tafel abgelaufene Lebensmittel einkaufen müssen sind langweilig.
Dann diese Geschwätz “Ich muss auch jeden Tag aufstehen und arbeiten!” – Ja dann mach doch und Quatsch nicht rum, Arschloch! “Die leben auf meiner Tasche” – genau…aber Schröder, Ackermann, Zumwinkel nicht, wa? “Ich verdien auch nicht viel” – Ja Arschloch, hätteste mal wie Deine Eltern Gewerkschaften unterstützt und über den Lohn verhandelt hättest Du vll. mehr. Ausserdem: mein Knie is kaputt. Darf ich Euch die Knie zertrümmern? Ich finde es nämlich unfair dass ich Schmerzen habe und Ihr nicht. “350€ für Nixtun, die hätt ich auch gerne” – Ja Arschloch, Du hast aber schon mindestens 350€.
Wir billigen dass unsere Arbeitgeber niedrige Löhne an uns zahlen und so am Ende mehr haben, aber unseren Mitmenschen gönnen wir die REWE-Wurst auf dem Brot nicht, stattdessen soll er die abgelaufene fressen, die ganz billige und zur Armenspeisung.
Weiterer Denkanstoss: Wenn jemand mit seinem Hartz4 gut auskommt – vll. kann er dann einfach nur gut mit Geld umgehen und ist geübt in Verzicht. Viele sparen wie ein Schulkind vom Taschengeld Dinge ab die Ihr euch mal eben so kauft, aber es heisst trotzdem “Die kriegen zuviel!”
Es liegt vieles im Argen in diesem Land, das meiste davon in den Köpfen!
Es gibt noch schlimmere Sozialschmarotzer: Professoren aus dem Westen, die denken, sie wüßten was.
neues aus dem Netz;
Sie haben es geschafft! Sie sind jetzt ein Star und Ihre Virale marketing Aktion hat wirkung gezeigt. Sie haben nun offiziell eine Daseinsberechtigung und können von sich behaupten, das sie mit Geldern, welche aus dem Staatshaushalt entnommen und von der Allgemeinheit getragen werden eine sinnlose Studie erarbetet zu haben, welche Personen diskreditiert, welche aus einer Notlage heraus vom Staatshaushalt gefördert werden müssen.
Da Sie als gebildeter Aristokrat mit Lehrstuhl zu dem Schluß kamen, Hartz IV Empfänger können mit einer monatlichen Stütze von 132 Euro “ÜBERLEBEN” frage ich Sie hiermit, wie lang haben Sie für die Erarbeitung dieser Studie benötigt? 12 Monate? 24 Monate? Und welches Honorar haben sie hierfür aus dem Staatshaushalt erhalten?
Ich gehe mal von keinem einzigen Cent aus, da es wahrlich keine rühmenswerte Leistung mit sozialethischem Hintergrund ist, eine irrelevante und unsachverständliche Studie zu erarbeiten, während es sich alleinstehende Mütter in Deutschland nicht leisten können, Ihren Kindern in regelmäßigen Abständen passende Schuhe zu kaufen, da der Hartz IV Regelsatz die biologisch bedingte Wachstumsphase von Kindern und Jugendlichen nicht beachtet und somit eine gesundheitschädigende und notgedrungene Beschaffungsstrategie für Kinderkleidung in vielen Haushalten in Deutschland an der Tagesordnung steht.
Zudem geh ich in der Annahme, dass Sie Herr Tießen, Ihre Einkünfte, sollten diese während der Earbeitszeit dieser Studie seitens des Staatshaushaltes erbracht worden sein, dem SOS Kinderdörfern spenden, oder Lebensmittel für das Tafel e.v Projekt spenden, um Kindern aus sozial schwachen Familien eine gesunde und würdige ernährungsweise mit biologisch angebauten Produkten ermöglichen, um eine möglichst gesunde und gleichgestellte Ernährung dieser Kinder in Konvergenz mit den Ernährungsmöglichkeiten von Kindern aus bessergestellten Familien ( mit Eltern, welche durch Ihre Professur eine Staatstütze von ca 12.000 €uro im Monat erhalten ) zu ermöglichen.
Es freut mich auch zu hören, dass Sie in Zukunft Ihre Zuwendungen, welche Sie basierend auf solch ausgefeilter Studien zu Recht erhalten, für Organisationen zur Verfügung stellen, welche Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien durchführen und diese Familien mit der Finanzierung des allgemeinen Schulbedarfes, wie Füllfederhalter, Buntstifte, Bücher, usw und so fort, unterstützen und somit auch einem HartzIV Kind die Möglichkeit bieten einen graduirten Bildungsabschluss zu erwerben. Es ist sehr größzügig von Ihnen, das Sie ,bis auf 132 Euro zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes, für diesen noblen Zweck auf Ihre zukünftigen Zuwendungen verzichten werden. Es ist ja für die Kinder.
Ich Bedanke mich auch ganz herzlich, für Ihre Bereitschaft, mit Ihrer Gattin in eine 45 m² Wohnung zu Ziehen um diese Projekte zu unterstützen, und das Sie Ihren gesammten Vermögensgegenstände veräußern werden, um den ärmsten in diesem Land, den Kindern, zu helfen.
Herr Thießen, Sie haben das Bundesverdienstkreuz verdient!
Mit einer kurzen Stellungnahme meldet sich der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Uwe Götze zu Wort:
http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/docs/stellungnahme-2008-09-08.php
Ausreichend erscheint mir dies allerdings nicht…
Meine Zusammenfassung einer Kritik an dieser Studie: eine fiktive Referenzperson mit geringstmöglichem Bedarf, mangelnde Berücksichtigung der Wohnnebenkosten, fragliche Zusammensetzung der einzelnen Positionen (wobei ich nicht alles analysiert habe), planwirtschaftlicher Ansatz ohne Berücksichtigung möglicher Unsicherheiten.
http://www.psycho-blog.net/a01145.htm
LG,
Falk